Podiumsdiskussion Agilität im digitalen Wandel

Welcome Day der Evonik Vertrauenskörper

Im Rahmen des von Dominic Bauchrowitz organisierten „Welcome Day“, der Evonik Vertrauenskörper fand am 21. Oktober 2019 eine Podiumsdiskussion zum Thema Agilität und Digitalisierung statt.

Vertreten wurden die unterschiedlichen Positionen von Francesco Grioli (IG BCE), Prof. Dr. Ing. Wolfgang Arens-Fischer (Hochschule Osnabrück), Prof. Dr. Stephan Kress (Jade Hochschule WHV) und Markus Schäfer (Arbeitsdirektor Evonik Nutrition & Care GmbH)

Zum Veranstaltungsauftakt bot ein Marktplatz der Möglichkeiten Gelegenheit zum informativen Austausch. Die Diskussion, moderiert von den Betriebsräten Britta Sorge und Peter Korte, beleuchtete viele Aspekte der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt.


So wurde beispielsweise darüber berichtet, wie sich die Rolle der Professoren vom Wissensvermittler zum Coach für die Studierenden verändert und welche zunehmende Rolle die Gestaltung agiler Teams innerhalb der Unternehmens-strukturen einnimmt.

IG BCE-Bezirk Recklinghausen

Welcome Day

Francesco Grioli machte deutlich, dass die Gewerkschaften und Betriebsräte sich als Teil des Wandels sehen: „Wir verstehen uns als diejenigen, die dafür sorgen, dass niemand durchs Rost fällt.“ Mit Umsetzung von agilen Arbeitsweisen ist es erforderlich einen Teil der alten Debatten, wie die um das Thema Arbeitszeiten, neu zu beleuchten.

 Es ist die Aufgabe der Gewerkschaften und der Arbeitgeber, sicher zu stellen, dass eine Reihe von roten Linien nicht überschritten werden und die Mitarbeiter*innen vor Überforderung zu schützen. Andererseits bedingt es Rahmenbedingungen zu schaffen, die es zulassen, einen Teil der Arbeitszeitsouveränität für Qualifizierungen selbstbestimmt zu gestalten.


Genau hier schließen die Forderungen der aktuellen Tarifrunde nach einer Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels, die Einrichtung eines tariflich abgesicherten, persönlichen Zukunftskontos, sowie die Einführung einer tariflichen Pflegezusatzversicherung den Kreis. Alle Teilnehmer sind sich einig, dass es eine Kultur braucht, in der die Berufstätigen weiterhin kreativ arbeiten können, sich selbst qualifizieren können. Herausforderungen, die auch die Beschäftigten nannten, waren beispielsweise die „Überforderung aufgrund der Schnelligkeit der Apps.“


Der Mensch steht im Mittelpunkt der digitalen Evolution und die Balance von Fortschritt und Sicherheit durch die gemeinsame Qualifikation der Beschäftigten soll Ängste lindern. Die Gestaltung der Zukunft sei nur gemeinsam durch eine vernünftige Mitbestimmung möglich.

Abschließend erzeugte Francesco Grioli ein schönes Bild: Er erinnert daran, dass wir bei allen Gedanken in Bezug auf die Digitalisierung „öfter ein Rendezvous mit der Realität eingehen sollten, …“, um die richtigen Akteure an einen runden Tisch zu bringen.

Nach oben